Nostalgie auf Schienen

Mariazellerbahn und Semmeringbahn

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Gemächlich schlängeln sie sich durch die panoramareichen Berglandschaften, rattern durch massive Tunnel, über kunstvolle Viadukte und eröffnen einzigartige Ausblicke in die Ferne. Seit Jahrzehnten prägen die Mariazellerbahn und die Semmeringbahn die Berglandschaft Niederösterreichs. Heute bieten sie Fahrgästen modernen Komfort und entführen doch in die Vergangenheit – alle einsteigen, die Fahrt geht los! 

Mit der Mariazellerbahn gen Himmel

Seit über hundert Jahren bringt die Mariazellerbahn Wanderer, Pendler und Pilger von der Landeshauptstadt St. Pölten durch das idyllische Pielachtal zum Wallfahrtsort Mariazell. Mit etwa 90 Kilometern ist die Mariazellerbahn die längste Schmalspurbahn Österreichs – und ist dabei ein Pionierwerk österreichischer Bauwerkskunst, führt ihr Weg doch durch 21 Tunnel, über zahlreiche hohe Brücken und 19 Viadukte.

Seit 2013 sind die neuen Garnituren der Mariazellerbahn im Einsatz: Neun Niederflurtriebwagen und vier Panoramawagen bilden die Flotte der „Himmelstreppe“.  Sie bietet nicht nur höchsten Komfort und großzügige Abteile, sondern dank der innovativen Verglasung schönste Ausblicke ins Dirndltal des Mostviertels, auf den Ötscher und in das Mariazellerland.

Highlight für Nostalgiefans: Auch der Ötscher-Bär, eine über hundert Jahre alte Elektrolokomotive ist in den Sommermonaten im Einsatz, genauso wie die historische Dampflokomotive Mh.6 (nur zu bestimmten Terminen). 

©Heussler
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Promotion

Auf Entdeckungstour mit dem Weltkulturerbe Semmeringbahn

16 Viadukte, mehrere davon zweistöckig, 15 Tunnels und 100 gemauerte Bogen- und Eisenbahnbrücken überwindet die Semmeringbahn auf ihrem 41 Kilometer langen Weg von Gloggnitz bis Mürzzuschlag. Eine beachtliche Zahl, wenn man bedenkt, dass sie bereits im Jahr 1854 als erste Gebirgsbahn der Welt feierlich eröffnet wurde. Der Erbauer Carl Ritter von Ghega verzichtete dabei völlig auf den Einsatz von Stahl und Eisen. Die Strecke und der Lokomotivbau der Semmeringbahn gelten heute als Meilenstein der Eisenbahngeschichte, weswegen die Bahn 1998 zum Weltkulturerbe ernannt wurde.

Auf der Fahrt zeigt sich die vielfältige Landschaft am Semmering von ihrer schönsten Seite und auch die typischen Villenbauten können durch die Fenster der Waggons bestaunt werden. Entlang der Bahn wurde außerdem ein Wanderweg errichtet, auf dem das imposante Bahn-Bauwerk sowie die wunderschöne Landschaft von einigen Aussichtspunkten zu Fuß bestaunt werden können. Außerdem bietet das Informationszentrum am Bahnhof Semmering allerlei Wissenswertes über die Region und das Weltkulturerbe Semmeringbahn.

©Prokop
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