Hommage an den Hasen

Ausstellung „Übergänge“ von Malerin Simone Opdahl

Ein Hase im Sprung, einer als Schwimmer. Der andere auf einem Berggipfel. Das Langohr ist wiederkehrendes Motiv der Malerin Simone Opdahl, deren Werke momentan in der Galerie Opdahl Munich in Schwabing zu sehen sind. 

Für die Künstlerin steht der Ausstellungstitel „Übergänge“ sinnbildlich für so etwas wie eine Brücke, das Übergehen einer Tatsache oder eines Gebirgspasses. „Es sind Impulse aus der Natur, die mich berühren und die ich im Malprozess verarbeite. Was während des Malens vor sich geht, Korrekturen, Übermalungen, Zerstörung und Erneuerung, bleibt als Zeuge im Bild erhalten. Ich bevorzuge eine spontane Malweise. Mich treibt die ständige Neugierde an: ‚Was verbirgt sich wohl hinter der nächsten Biegung oder der nächsten Bergwand?’ Ein Gedanke provoziert den Nächsten. Malerei ist für mich ein permanentes Suchen, ein ‚sich Verlieren’ und ein ‚sich Wiederfinden“, erklärt die Künstlerin die Intention hinter ihrer Ausstellung. Die Werke von Simone Opdahl sind voller Bewegung und Ereignisse – und genau deshalb für den Betrachter unwahrscheinlich anziehend. 

6 Simone Opdahl Uebergaenge Gross

„Der Hase ist selten geworden.“

Mit der Serie „Hasensprünge“ möchte die Malerin sinnstiftende Werte und Emotionen transportieren und den derzeitigen Wandel der Lebensräume aufzeigen. „Sie malt den Hasen im Sprung, stellt den typischen Protagonisten unserer heimischen Feld- und Waldtiere aber auch als Schwimmer dar, der versucht sich über Wasser zu halten. Der Hase ist selten geworden. Sein Problem ist der Mensch, der ihm immer mehr seines Lebensraumes beraubt“, so Kunsthistorikerin Florentine Rosemeyer, die die Ausstellung kuratiert hat. Der Hase steht sinnbildlich für den Wandel der Natur und das Kommen und Vergehen von Dingen und Lebewesen. Simone Opdahl lässt ihren Betrachtern dabei individuelle Denkräume, denen man sich in der heutigen Zeit kaum verwehren kann.