Zwei Generationen – eine Leidenschaft

Interview mit Marianne und Viola Krumm vom Geschäft Krumm in Zürs

Der Laden Krumm ist ein wunderbarer Ort der Inspiration. Die liebevoll ausgewählten Stücke von Marianne und ihrer Tochter Viola Krumm sind bei jungen Kunden genauso beliebt wie bei älteren. In gemütlicher Atmosphäre darf man sich vom Mutter-Tochter-Gespann individuell beraten lassen und das ein oder andere Lieblingsstück entdecken. Zwischen außergewöhnlichem Schmuck, Accessoires und den neuesten Modetrends fühlt sich ein Besuch wie ein Kurzurlaub für die Seele an. Mit La Loupe sprachen Marianne und Viola Krumm über ihre innige Beziehung zu Zürs und ihre Affinität zu Spanien.

L.L. / Schon viele Jahre vor der Eröffnung Ihres Shops Krumm verband Sie der Winterurlaub mit Zürs. Woher kommt Ihre Leidenschaft für den Arlberg? Warum kann man hier ganz besonders gut dem Wintersport frönen?

M.K. / Als Jugendliche war ich oft in Lech und Zürs beim Skifahren. Ich war begeistert von den Pisten, der einmaligen Lage und der herrlichen Berglandschaft. Außerdem fühlt man sich hier dem Himmel so nah. Mein Mann und meine Kinder teilen diese Begeisterung und entwickelten eine große Vorliebe für diesen Ort. Deshalb haben wir hier vor 20 Jahren eine Ferienwohnung erworben. Wir spürten eine tiefe Familiengeborgenheit in dieser Wohnung und die Wege zu den Liften waren kurz. Die Kinder waren also immer gut aufgehoben. Die traditionelle Skischule, in die wir unsere Kinder schickten, war sehr kompetent und naturverbunden. Viola hat dann eine Ausbildung als Snowboard-Anwärterin gemacht und auch Unterricht gegeben. All diese Faktoren waren ausschlaggebend für den Kauf einer Gewerbeimmobilie, als mir diese angeboten wurde. Viola war sofort einverstanden, mit mir das Unternehmen aufzubauen. 

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L.L. / Schon viele Jahre vor der Eröffnung Ihres Shops Krumm verband Sie der Winterurlaub mit Zürs. Woher kommt Ihre Leidenschaft für den Arlberg? Warum kann man hier ganz besonders gut dem Wintersport frönen?

M.K. / Als Jugendliche war ich oft in Lech und Zürs beim Skifahren. Ich war begeistert von den Pisten, der einmaligen Lage und der herrlichen Berglandschaft. Außerdem fühlt man sich hier dem Himmel so nah. Mein Mann und meine Kinder teilen diese Begeisterung und entwickelten eine große Vorliebe für diesen Ort. Deshalb haben wir hier vor 20 Jahren eine Ferienwohnung erworben. Wir spürten eine tiefe Familiengeborgenheit in dieser Wohnung und die Wege zu den Liften waren kurz. Die Kinder waren also immer gut aufgehoben. Die traditionelle Skischule, in die wir unsere Kinder schickten, war sehr kompetent und naturverbunden. Viola hat dann eine Ausbildung als Snowboard-Anwärterin gemacht und auch Unterricht gegeben. All diese Faktoren waren ausschlaggebend für den Kauf einer Gewerbeimmobilie, als mir diese angeboten wurde. Viola war sofort einverstanden, mit mir das Unternehmen aufzubauen. 

Das Krumm
Das Krumm

L.L. / Sie sehen Zürs also nicht nur als Ferienort, sondern würden ihn auch als Zuhause betiteln?

M.K. / Ja, definitiv. Mein Mann hatte damals noch in Ravensburg seinen Betrieb. Wir pendelten dann oft als Familie am Wochenende nach Zürs.

V.K. / Auch wenn ich unter der Woche oft in Deutschland war, würde auch ich Zürs als mein Zuhause bezeichnen. Meine Kindheitserinnerung und ganz viele Erlebnisse verbinde ich mit diesem Ort. Oft dachte ich als Jugendliche freitags: „Juhu, die Schule ist vorbei, ich kann nach Zürs fahren!“

M.K. / Wir sind zwar nicht einheimisch, aber im Herzen ist Zürs definitiv eine Heimat. 

L.L. / Nun führen Sie gemeinsam schon vier Jahre erfolgreich das Krumm. Welches Konzept verbirgt sich hinter Ihrer Boutique? 

M.K. / Als ich mich für die Gewerbeimmobilie entschieden habe, war Viola und mir schnell klar: Wir lieben beide shoppen und möchten Fashion, Schmuck, Kunst, Deko und Accessoires für jeden Geldbeutel und jedes Alter anbieten. Aus meiner Sicht muss Schönes nicht kostspielig sein. Es gibt in Lech und Zürs schon einige glamouröse Läden und wir wollten eine breitere Palette anbieten.

V.K. / Es war uns besonders wichtig, den Menschen einen Ort zum Träumen und zum Durchstöbern zu geben. Hier können sie ihren Alltag vergessen und ganz im Urlaub sein. Ich muss meiner Mama zustimmen, etwas Schönes muss nicht zwangsläufig wahnsinnig teuer sein. Natürlich gibt es Dinge, die einfach etwas mehr kosten. Das Schöne ist aber, dass wir unseren Kunden die Möglichkeit geben, zumindest davon zu träumen.

M.K. / Wir versuchen, uns auch anders zu positionieren als unsere Mitbewerber und arbeiten oft mit Lieferanten zusammen, die nicht nach Lech und Zürs liefern. Wir haben beispielsweise Schmuck, den wir bislang nur in einem kleinen Laden in den Hamptons gesehen haben. Darauf sind wir sehr stolz. 

L.L. / Bei Krumm findet man auch viele tolle Artikel für den kleinen Geldbeutel. Wie schaffen Sie es, trotzdem eine so gute Qualität anzubieten?

M.K. / Wir haben viele Firmen, die günstig sind und trotzdem großen Wert auf Qualität legen. Darunter sind auch viele deutsche Firmen.

V.K. / Wir verkaufen nichts, bei dem wir nicht auch zu 100 Prozent dahinterstehen. Wir tragen die Kleidung selbst gerne und nehmen im Urlaub großteils eigene Stücke mit. Wir stehen hinter dem Sortiment und lieben es. Das vermitteln wir auch unseren Kunden.

M.K. / Wir waren mit der ganzen Familie in New York. Im Rahmen der New York Fashion Week besuchten wir ein Event und ich trug ein außergewöhnliches Kleid von einer deutschen Firma, das aber preislich trotzdem total im Rahmen war. Nach kurzer Zeit kam eine Frau auf mich zu und sagte: „Sie tragen ein tolles Outfit, das hätte ich auch gerne!“ Diese Begegnung hat uns total gefreut und wir haben wieder einmal festgestellt, was für eine schöne Kollektion wir haben. Wir sind immer auf der Suche nach sehr speziellen Produkten, die keine Massenware sind. Von preiswerten Clutches bis zu handgemachten Designertaschen ist alles dabei.

V.K. / Wir testen die Qualität natürlich auch selbst. Und viele Kunden kommen immer wieder, weil sie von unserem Sortiment so begeistert sind. 

L.L. / Im Krumm gibt es außerdem ein außergewöhnliches Schmucksortiment.

V.K. / Es passiert tatsächlich häufig, dass Gäste ihren Schmuck zuhause vergessen haben und bei uns neue Lieblingsstücke finden.

M.K. / Ich freue mich dann immer, wenn Viola im Laden ist, die diese tollen Ohrringe tragen kann und viele Kunden daraufhin sagen: „Oh, die möchte ich auch!“

V.K. / Ich liebe Ohrringe.

Das Krumm
Das Krumm

L.L. / Lech und Zürs hat einen ganz speziellen Look. Wie würden Sie diesen Stil charakterisieren?

M.K. / Wir hatten anfangs Schwierigkeiten, uns zu entscheiden und stellten uns die Frage, wie weit wir uns von Tracht und den Bergen inspirieren lassen. Wir kaufen schon öfter Accessoires, die zu dieser Linie passen. Viele Kunden möchten aber Stücke mit nachhause nehmen und da stellte sich uns die Frage: „Können sie Trachtenschmuck auch zuhause tragen?“

V.K. / Es ist ein eleganter, aber auch ein sehr sportlicher Stil hier in Zürs. Ein Teil des Outfits ist immer ein Hingucker.

L.L. / Sind die Frauen in Lech und Zürs modischer als anderswo? Trauen sie sich hier mehr?

M.K. / Viele Frauen haben nicht mehr den Mut, ausgefallene Einzelstücke zu tragen. Deshalb haben wir auch sehr viele dezente Stücke im Bereich Fashion.

V.K. / Man muss heutzutage nicht jedem Trend hinterherlaufen. In Lech und Zürs sind alle Frauen gut angezogen – sie sind sehr darauf bedacht, dass ihr Kleidungsstil gut aussieht. Sie sind sehr stilbewusst. Auch wenn sie manchmal Stücke tragen, die ich mir an mir selbst nicht vorstellen kann. An anderen sehen sie oft phänomenal aus. 

M.K. / Im Bereich Schmuck fällt auf, dass viele Frauen in Lech und Zürs sehr wertvollen Schmuck besitzen. Der Trend geht aber trotzdem eher zu modischen Accessoires. Oft werden teure und günstige Stücke auch kombiniert. 

L.L. / Sie bieten auch eine kleine Zürs-Kollektion an. Welche Produkte umfasst sie und welches Stück Urlaub sollte man sich aus Ihrer Boutique unbedingt mit nachhause nehmen?

V.K. / Wir haben Koordinaten-Armbänder aus Zürs, die für mich ein großes Highlight sind. Gerade für Stammgäste ist das ein absolutes Must-have. Außerdem haben wir bedruckte T-Shirts mit unserem Logo. Sie passen gut zur Region, weil die Frauen in Zürs sehr sportlich sind. Hier muss man nicht mit der Bluse Skifahren gehen.

Kunden kommen in erster Linie nicht wegen einem Souvenir in unseren Laden, denn ich glaube, das vermuten sie nicht hier. Es gibt nicht das eine Stück, das man aus unserer Boutique mitnehmen sollte. Unser Laden ist sehr individuell. Wenn man sich in ein Stück verliebt und dieses kauft, dann erinnert man sich automatisch an den Urlaub in Lech und Zürs. Das ist das Gefühl, auf das es ankommt.

L.L. / Ihre Kollektionen und Ihr Shop versprühen einen gewissen Hippie- und Bohoflair und erinnern an das sonnige Ibiza. Welche Gemeinsamkeiten verbindet die Wintersportdestination Lech und Zürs mit der balearischen Insel?

M.K. / Seit fast 20 Jahren haben wir ein Domizil in einem Golfclub südlich von Marbella. Viola ist auch vier Jahre dort zur Schule gegangen. Die Verbindung der beiden Looks sind wir. Wir bieten Ibiza-Taschen an, die handgefertigt sind – unter ihnen sind sehr viele Unikate. Diese Firma vertreibt ihre Ware fast ausschließlich über eigene Family-Shops. Durch eine Verwandte der Designerin haben wir einen Zugang bekommen und dürfen nun exklusiv die Taschen verkaufen. Wir waren so begeistert von den Taschen, dass wir sie in unser Sortiment aufgenommen und auch viele Kunden mit unserer Begeisterung angesteckt haben. Wir werden oft darauf angesprochen und gelobt.

Wir verkaufen aber nicht nur spanische Taschen, sondern haben auch englische und französische Firmen in unserem Sortiment. In der Boutique verkaufen wir Ware, die uns gefällt und die nicht zwangsläufig etwas mit Zürs oder Spanien zu tun hat. Wir möchten Kunden Stücke mitgeben, die sie im Alltag und zu besonders schönen Stunden tragen können. 

L.L. / Sie sind ein erfolgreiches Mutter-Tochter-Gespann. Sind Sie sich über das Sortiment eigentlich immer einig?

V.K. / Wir sind uns einig. Jeder kauft das, was einem gefällt. Wir treffen die Entscheidungen aber großteils zusammen und fragen den anderen um Rat. Manchmal sind wir uns sofort einig, manchmal aber auch nicht. Oft ändern wir aber auch unsere Meinung, wenn die Teile im Laden sind und wir total positiv überrascht werden. Wir möchten zwei Generationen abdecken und darstellen. Deshalb ist es wichtig, dass jeder seine Stilrichtung vertreten kann.

M.K. / Die Meinung von Viola ist mir sehr wichtig, weil wir eben zwei Generationen sind. Sie muss das verkaufen, was sie trägt und auch ich muss entscheiden, welche Produkte für Kunden in meinem Alter interessant sind. Unser kleiner Laden vereint zwei Generationen und das war eine glückliche Entscheidung.

V.K. / Mama ist wirklich eine große Inspiration und Hilfe für die Damen in unserem Laden. Viele trauen sich nicht so richtig an gewisse Stücke, sehen aber, wie meine Mama sie kombiniert und sind dann so begeistert, dass sie das Outfit sofort haben möchten.

M.K. / Das ist aber bei dir genauso. Ich freue mich, wenn du im Laden bist – gerade, wenn viele junge Leute unterwegs sind.

V.K. / Ich glaube jedoch, dass sich jüngere Personen mehr trauen. In deiner Generation ist das weniger der Fall und gerade diese Frauen nehmen deine Beratung sehr dankbar an. Natürlich helfen wir sehr gerne Kunden weiter. Wir haben jedoch auch ein Gefühl dafür, ob eine Kundin eine Beratung möchte oder nicht.

M.K. / Viola hat ein großes Verkaufstalent. Sie ist sehr liebevoll, auch mit älteren Herrschaften. Ich bin etwas zurückhaltender.

V.K. / Es ist wichtig, dass man im Verkauf auch Mensch bleibt. 

Marianne und Viola Krumm
Marianne und Viola Krumm

L.L. / Die neue Wintersaison steht in den Startlöchern. Was sind Ihre ganz persönlichen Lieblingsstücke der aktuellen Kollektion und wohin geht der Trend 2016/2017?

V.K. / Mein Lieblingsstück ist eine Handtasche von Any Di. Das ist ein ganz junges Label aus München, das aber schon extrem erfolgreich und in allen großen Zeitschriften vertreten ist. Auf den ersten Blick wirkt sie wie eine ganz normale hochwertige Tasche, der Clou ist aber, dass man die Handtasche auch auf den Rücken schnallen kann. Das Besondere: Man sieht es der Handtasche nicht an, dass sie diese Möglichkeiten besitzt. Es gibt keine Schnallen oder Ösen. Außerdem kann man auch einen langen Riemen einhängen, so kann man die Tasche auch umhängen. Die Produkte der Firma sind alle aus hochwertigem Rindsleder.

M.K. / Ich hatte oft das Problem, dass meine Brillen in großen Handtaschen kaputt gingen. Diese Firma stellt Etuis her, die man direkt an die Tasche hängen kann.

V.K. / Die Handtasche gibt es auch in verschiedenen Größen und Farben. Entdeckt haben wir Any Di auf einer Messe und wir vertreiben sie exklusiv in Zürs. Ansonsten dürfen sich Kunden in der kommenden Saison auf viele tolle neue Stücke freuen. 

L.L. / Trends kommen und gehen. Wie gehen Sie generell mit diesem Thema um?

V.K. / Wir bieten nur Stücke an, die wir selbst vertreten. Was wir nicht tragen, kommt nicht in unser Sortiment. Uns ist aufgefallen, dass wir den Trends oft eine Saison voraus sind. Darauf haben uns auch viele Lieferanten angesprochen.

M.K. / Trends müssen auch bequem sein, besonders im Alter. Interessanter Fakt: Viele Trendteile werden bei uns von mittleren bis älteren Damen gekauft, zum Beispiel Hosen im Bikerstil. 

Das Krumm
Das Krumm

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Von meiner Mutter lernte ich: 

V.K. / Nichts und niemanden zu beurteilen, ohne davor einmal in der gleichen Situation gewesen zu sein.

Von meiner Tochter lernte ich: 

M.K. / Generationen zu begreifen und zu achten. Selbstverständlich auch das Wissen, was die junge Generation trägt und welche Vorlieben sie hat.

Große Ohrringe oder Statementkette?        

V.K. / Große Ohrringe.    

M.K. / Kette.

Mein Must-have für den Winter:     

V.K. / Meine neue Any-Di-Tasche.

M.K. / Seidenblusen und bedruckte Cashmereschals.

Nach einem Arbeitstag im Krumm ...          

V.K. / drehe ich eine ausgiebige Runde durch Zürs, sehe mir die Berge an und genieße die frische Luft.

M.K. / wartet mein Mann schon mit einem Glas Wein vor dem Kamin.

Hier tanke ich Inspiration: 

V.K. / Jeden Tag im ganz normalen Leben, sei es im Alltag oder auf Reisen. Es gibt so viele inspirierende Momente.

M.K. / Das sehe ich genauso.

Das unterscheidet die Krumm-Boutique von großen Ketten:   

V.K. / Die Individualität und die persönliche Bindung. 

M.K. / Mehr kann ich dazu auch nicht sagen. 

Infobox

Marianne Krumm führt seit 2012 gemeinsam mit ihrer Tochter Viola das Krumm in Zürs am Arlberg. Das Sortiment des hübschen Geschäfts reicht von Dekoration über Schmuck und Accessoires bis hin zu aktueller Mode für Jung und Alt. Jeder Geldbeutel findet hier das passende Stück, das von Marianne und Viola mit größter Leidenschaft und Feingefühl ausgewählt wurde. Heiße Trends und ansprechende Klassiker wechseln im Krumm schnell den Besitzer.

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