Alles gute, liebe Walser

Zum 700-Jahr-Jubiläum der Walserbesiedlung in Vorarlberg wird die spannende Frage „Wer oder was ist ein Walser?“ in den Raum gestellt. Eine Sonderschau im Museum Huber-Hus in Lech gibt Antworten darauf.

Wie in zwei Quellen urkundlich belegt, haben sich die ersten „Walliser“ Siedler im Jahr 1313 in den Vorarlberger Orten Laterns und Damüls niedergelassen, um das karge Land urbar zu machen. Die Grafen von Montfort-Feldkirch belehnten damals die zugezogenen Walser mit Gütern und Alpen.

Auch am Tannberg ließ sich die unerschrockene Volksgruppe mit den berühmten „Walser Freiheiten“ nieder. 700 Jahre später wird anlässlich des runden Geburtstages in vielen Walsergemeinden fest gefeiert und die bewegte Vergangenheit aufgerollt. Denn heute weckt der ursprünglich meist rechtlich begründete Begriff „Walser“ unterschiedlichste Assoziationen.

Vielfältige Walserbilder und -identitäten führen zur berechtigten Frage „Wer oder was ist noch ein Walser?“ Ihr widmet das Museum Huber-Hus eine sorgfältig kuratierte Jubiläumsausstellung, in der Symbole, Objekte und individuelle Beiträge aus der Bevölkerung dem Walserbild im 21. Jahrhundert neue Konturen verleihen. Denn was ist Legende und was Wirklichkeit?

Hingehen und Anschauen

Die Sonderausstellung im Museum Huber-Hus in Lech ist von Dezember 2012 bis 18. April 2013 und von 25. Juni bis 26. September 2013 geöffnet (DI, DO und SO jeweils von 15 – 18 Uhr). Gruppenführungen sind nach Voranmeldung auch außerhalb der Öffnungszeiten möglich.