Die Kraft der Kräuter

Interview mit Dr. Christina Jagla von der Kräuterbittermanufaktur Dr. Jaglas

Schon im urgroßelterlichen Colonialwarenladen in Wuppertal fand er zahlreiche Liebhaber, der Kräuterbitter von Familie Jagla. Die gut gehütete Klosterapothekenrezeptur wurde von Generation zu Generation weitergegeben und verfeinert – heute ist Dr. Christina Jagla Geschäftsführerin des Familienunternehmens Dr. Jaglas in Berlin. Sie erklärte La Loupe, nach welcher Heilpflanze man sich in Kitzbühel unbedingt umsehen sollte und warum ein Digestif die Golfrunde am Hahnenkamm besonders gut abrundet.

Dr. Christina Jagla
Dr. Christina Jagla

L.L. / Frau Dr. Jagla, als Apothekerin haben Sie neben Ihrer Tätigkeit in der Familienapotheke in Berlin DR. JAGLAS gegründet. Sie verfügen also über ein großes Kräuterwissen. Auf welche Pflanze schwören Sie?

C.J. / Mich faszinieren Bitterkräuter. Besonders spannend finde ich allerdings die hochwertigen Ginsengwurzeln (Panax Ginseng).

L.L. / Dr. Jaglas stellt außergewöhnlichen Digestife mit 35%vol her, die auf eine mittelalterliche Klosterapotheken-Rezeptur zurückgehen. Welche positiven Wirkungen versprechen die Kräuterbitter?

C.J. / Dr. Jaglas Elixiere sind geschmacklich bittersweet, sie liegen in der Mitte dieser Geschmacksdimensionen. Der Geschmack ist intensiv und besonders, meine Eltern und Großeltern genießen unsere Elixiere nach einem tollen Essen als Digestif, beispielsweise auf Eis. Dafür hat die Klosterapotheke die Elixiere ja ursprünglich erfunden: die verwendeten Bitterkräuter stammten damals meist aus den anliegenden Klostergärten und die Bitterstoffe aus den Kräutern wurden genutzt, um ein reichhaltiges Essen abzurunden. Das langsame „roulieren“ im Mund, damit wirklich alle Geschmacksknospen benetzt werden und Aromen optimal entfalten werden, gehört hier dazu.

L.L. / Was ist das Besondere an den verwendeten Kräutern, Wurzeln, Rinden und Blüten?

C.J. / Unsere mazerierten Kräuter sind für ihre sehr hohe Reinheit und ihren Gehalt, beispielsweise an ätherischen Ölen und Bitterstoffen, nach Deutschem Arzneibuch zertifiziert. Das zaubert ein ganz intensives Geschmackserlebnis.

L.L. / Kitzbühels Natur birgt zahlreiche Alpenkräuter. Nach welcher Heilpflanze sollte man Ausschau halten und wie kann man sie verwenden?

C.J. / Gelber Enzian (Gentiana Lutea). Übergießen Sie einen halben Teelöffel Enzianwurzel mit 150 Milliliter siedendem Wasser und lassen Sie den Tee fünf bis zehn Minuten ziehen. Viele Menschen trinken eine Tasse vor oder nach den Mahlzeiten zur Förderung der Appetitanregung oder eine halbe Stunde danach zur Förderung der Verdauung. 

Ginseng
Ginseng

L.L. / Kitzbühel ist bei Golfern wegen seiner vier abwechslungsreichen Golfplätze beliebt. In der Apotheken-Manufaktur entwickelte Dr. Jaglas das Golfers Ginseng Elixier. Warum sollten Golffans in Kitz diesen Kräuterbitter unbedingt testen?

C.J. / Weil das Golfers Ginseng-Elixier die erste Kräuterspirituose mit Ginseng ist und es keinen vergleichbaren Geschmack gibt. Das darf man sich nicht entgehen lassen (lacht).

L.L. / Sollte man ihn lieber vor oder nach dem Abschlag verkosten?

C.J. / Am besten genießt man ihn am 19. Loch als erfrischendes Golfers Ginseng Ale: 40 Milliliter Golfers Ginseng-Elixier, eine halbe Limette, 200 Milliliter Ginger Ale im Weinglas auf Eis. 

Artischocken Elixier
Artischocken Elixier

Wordrap

Ich genieße unsere Digestife am liebsten mit: Guten Freunden.  

Lavendelblüten ... sind ein Kraut, das mehr Beachtung verdienen sollte.

Kräutertee oder Kräuterbitter?  Morgens Tee und abends Bitter.

Mit Kitzbühel verbinde ich: Natur, Qualität, Lifestyle.