Über Nacht im Schneepalast

Zu Gast im höchsten Iglu-Dorf Deutschlands

Absolute Ruhe, das leise Knirschen des Schnees und sternenklare Nächte – es ist ein einmaliges Gefühl, auf den höchsten Berggipfeln eine Nacht im Iglu-Dorf zu verbringen. Mit viel Leidenschaft und Muskelkraft entstehen in etwa 3.000 Arbeitsstunden jede Wintersaison Hotelkomplexe aus Eis und Schnee.

1995 baute Adrian Günter das erste Iglu in Scuol, oberhalb der „Motta Naluns“ in der Schweiz – getrieben vom Ansporn, frühmorgens der Erste auf dem Berg zu sein und als Snowboarder den unberührten Schnee zu erleben. Dorfbewohner und winterliebende Touristen waren gleichermaßen von den Bauwerken angetan und fragten, ob sie in der ungewöhnlichen Unterkunft übernachten dürfen. Die Idee der Iglu-Dörfer war geboren! 21 Jahre später kann man an 7 Standorten in drei Ländern die Kunstwerke bestaunen, für die mehr als 10.000 Kubikmeter Schnee verbaut werden.  Das einz

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Wellness und Wärme

Ein Aufenthalt im höchsten Iglu Deutschlands verspricht ein unvergessliches Erlebnis, mitten in der Natur. „Die Wände glitzern geheimnisvoll und sind kunstvoll verziert, das Käsefondue schmeckt köstlich und der Expeditionsschlafsack hält einen garantiert warm“, so Géraldine Pucken vom Iglu-Dorf Zugspitze. Falls man doch das Verlangen verspürt, sich aufzuwärmen, kann man der Sauna einen Besuch abstatten oder im heißen Whirlpool abtauchen. Bei einer konstanten Iglu-Innentemperatur von 0 Grad darf die richtige Ausrüstung natürlich nicht fehlen. Wintertaugliche, warme Bekleidung und bequeme Winterschuhe werden dringend empfohlen. Außerdem rät die Pressesprecherin: „Zwei Mützen dürfen bei einer Übernachtung im Iglu-Dorf nicht fehlen, falls eine im Whirlpool nass wird.“ Kuschlig-warme Expeditionsschlafsäcke werden vom Team zur Verfügung gestellt und Schaffelle bieten einen einzigartigen Schlafkomfort. Risiken gibt es bei einer Übernachtung im Iglu-Dorf keine zu befürchten. 

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Apéro mit Blick auf verschneite Berggipfel

Im Zugspitz-Iglu können bis zu 50 Personen übernachten. Der gesamte Komplex ist mit Gängen verbunden, von denen immer wieder Zimmer abzweigen. Géraldine Pucken verrät: „Der Gast hat die Möglichkeit, in unterschiedlichen Iglus zu übernachten, vom Romantik-Iglu mit privatem WC bis zum Standard-Iglu für bis zu sechs Personen und zum Love-Nest, das man mit dem Partner selbst baut.“ Die einzelnen Iglus werden von internationalen Künstlern individuell gestaltet und stehen in jeder Saison unter einem neuen Motto. Im Restaurant des Iglu-Dorfs wird man auch kulinarisch verwöhnt. Das herzhafte Käsefondue oder die leckere Pasta, die in der eigenen Iglu-Küche zubereitet werden, wärmen von Innen. An der Bar kann man den Abend ganz entspannt bei einem Apéro oder mit hauseigenem, weißem Glühwein ausklingen lassen. Liegestühle mit Blick auf die verschneiten Berggipfel laden zum Verweilen ein.

Weltrekord

2015 holte sich das Unternehmen, rechtzeitig zum 20sten Jubiläum, den Weltrekord im Bau des größten Iglus der Welt in Zermatt. 2.000 Stunden, 1.387 Schneeblöcke und ein Durchmesser von 12,9 Meter – das sind die beeindruckenden Fakten zum Rekordbau. Heutzutage können die ungewöhnlichen Event-Locations auch für private Feiern, Hochzeiten und Firmenevents gemietet werden. In Zukunft ist auf der Zugspitze auch ein Tag der offenen Tür geplant, bei dem interessierte Besucher hinter die Kulissen des Schneepalasts blicken können. Bei einem Kurzfilmfestival über den Wolken sollen auch Filmbegeisterte auf den höchsten Berg Deutschlands gelockt werden.

Für Géraldine Pucken ist die Arbeit im Iglu-Dorf ein ganz besonderes Erlebnis: „Die vielen Gäste, die bei ihrem Besuch aus dem Staunen nicht mehr herauskommen, die vergisst man nie.“ Und was ist ihr Geheimtipp bei kalten Füßen? „Welche kalten Füße?“, lacht Géraldine. „Das ist alles eine Frage der richtigen Ausrüstung."

Iglu-Dorf Galerie